10.-12.6. Ausstellung #RefugeeCameras Berlin

10.-12.6. Ausstellung #RefugeeCameras Berlin

RefugeeCameras_FB-Banner

Bilder der Flüchtlingskrise sind allgegenwärtig – täglich berichten uns die Medien von tragischen Ereignissen im Mittelmeer, von der Insel Lesbos oder vom griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni. Es sind Fotografen und Filmteams, die mit ihren Kameras das unermessliche Leid und die von Gefahren und Schrecken gezeichneten Gesichter festhalten. Doch wie würden diese Fotos aus dem Blickwinkel der Flüchtlinge aussehen, welche Bilder würden sie zeichnen?! Hier herrschte bis jetzt eine visuelle Leerstelle. Doch nun geben die Fotografien in der Ausstellung #RefugeeCameras eine Antwort.

Flüchtlinge bilden selber ihre Erlebnisse ab. Alle Fotografien wurden mit Einwegkameras dokumentiert, die der Hamburger Fotograf Kevin McElvaney bereits im Dezember 2015 an Flüchtlinge in Izmir, Lesbos, Athen und Idomeni verteilt hat. Sieben von fünfzehn Kameras sind zurückgekommen – und geben nun in der Gruppenausstellung #RefugeeCameras den Flüchtlingen die Möglichkeit, ihre Flucht selber zu erzählen. Ergänzt werden sie um eine Auswahl der bekanntesten Aufnahmen von Foto- und Videografen wie Jacobia Dahm, Souvid Datta, Daniel Etter, Jan Grarup, Ciril Jazbec, Kai Löffelbein, Alessandro Penso, Espen Rasmussen, Lion Sperandeo, Nicole Tung und Patrick Witty. Gemeinsam eröffnen all diese Fotografien in #RefugeeCameras einen Dialog, der den anonymen Begriff „Flüchtling“ mit den Geschichten einzelner Menschen auflöst.

Erstmalig findet die Ausstellung in Kooperation mit SOS MEDITERRANEE statt. Die europäische zivilgesellschaftliche Organisation konnte seit Beginn ihrer Rettungseinsätze im Februar 2016  bereits über tausend Menschen aus Seenot retten. Der gemeinnützige Verein finanziert sich ausschließlich durch Spenden – darum gehen auch die Einnahmen dieser Ausstellung an den Verein. Außerdem werden Fotos von Sinawi Medine ausgestellt. Der aus Eritrea stammende Fotograf, der selbst über die Mittelmeerroute nach Europa kam, hat die Arbeit von SOS MEDITERRANEE fotografisch dokumentiert.

Zur Eröffnung von #RefugeeCameras am Freitag, dem 10. Juni 2016, ab 18 Uhr laden wir Sie herzlich zur Vernissage in die Spreewerkstätten ein (Am Krögel 2, 10179 Berlin). Selmin Çalışkan, die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, wird die Eröffnungsrede halten. von 21:30-22:00 Uhr sorgt Dota die Kleingeldprinzessin für Live-Musik.

Die Gruppenausstellung wird vom 11. – 12. Juni jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Kevin McElvaney hat sich als sozialkritischer Fotograf einen Namen gemacht. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Menschen. Über seine Bilder von der Elektroschrott-Müllhalde Agbogbloshie in Ghana oder von Schwefelarbeitern in einem Vulkan auf Java, Indonesien, haben bereits The Guardian, die Süddeutsche, AlJazeera sowie das ZDF und der NDR berichtet.

Trinken hilft – das ist die Maxime von Lemonaid, einem Sozialunternehmen aus Hamburg-St. Pauli. Es produziert Bio-Limonaden und -Eistees aus fair gehandelten Zutaten – Lemonaid und ChariTea. Mit jeder verkauften Flasche fließen zusätzlich zur Fairtradeprämie 5 Cent an den LemonAid und ChariTea e.V. So kamen bisher mehr als 1.200.000 € für Sozialprojekte des Vereins zusammen, die unter anderem Fluchtursachen wie Ausbeutung & Umweltzerstörung bekämpfen.

Wir im Raum bringt Menschen zusammen. Sowohl als deutschlandweit agierende Live-Kommunikationsagentur als auch in ihren eigenen Räumlichkeiten direkt am Alexanderplatz. Ihr lichtdurchflutetes Industrieloft ist eine Plattform für außergewöhnliche Eventformate aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft.